Bevölkerung
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Bevölkerungsdichte Brasiliens
Etwa 90 % der Bevölkerung konzentrieren sich auf die Bundesstaaten der Ost- und Südküste Brasiliens, wo es eine Bevölkerungsdichte von 20 bis über 300 Einwohner/km2 gibt. Der Rest Brasiliens, mit dem Amazonas und den Bergregionen, hat zwar die weitaus meiste Fläche, aber nur eine Bevölkerungsdichte von unter 5 bis 20 Einwohner/km2. Nur der Bundesstaat Distrito Federal do Brasil (da es der Hauptstadtdistrikt ist) und der Bundesstaat Rio de Janeiro haben eine hohe Bevölkerungsdichte von über 300 Einwohner/km2.
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Demographische Struktur und Entwicklung
Die
brasilianische Bevölkerung ist sehr jung. Es sind 28,2
% unter 15 Jahre alt, 65,8 % sind 15 bis 64 Jahre alt und nur 6,0 %
über 65
(Stand: 2004). Das mittlere Alter beträgt 27,4 Jahre, die
mittlere
Lebenserwartung liegt bei 71,4 Jahren.
2003 betrug die Geburtenziffer 19,5 Neugeborene auf 1.000 Einwohner.
Die
durchschnittliche Kinderzahl je Frau betrug 2,1. Die Sterbeziffer
betrug 6,7
auf 1.000 Einwohner.
Die Lebenserwartung lag 2003 bei der männlichen
Bevölkerung bei 65,4 Jahre und
bei der weiblichen Bevölkerung bei 73,3 Jahre.
83,3 % der Bevölkerung leben im Jahr 2003 in den
Städten, die sich durch
rasantes Wachstum und Wildwuchs auszeichnen; in den
Außenbezirken haben sich
Favelas genannte Armensiedlungen gebildet.
Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist in kaum einem Land so
groß wie in
Brasilien. Dies gilt besonders bei der in der Landwirtschaft
tätigen
Bevölkerung. So waren bis 1998 2,8 % der Bauern
Großgrundbesitzer mit zusammen
57 % der gesamten Agrarfläche, wohingegen 90 % der Bauern sich
22 % der
Nutzfläche teilen müssen. Etwa 5 Millionen Familien
gelten als landlos.
Afro-Brasilianer, die 7 % der Bevölkerung ausmachen, sind
überproportional in
der armen Bevölkerung vertreten. Nicht viel besser ergeht es
den Indios. Ein
Gleichstellungs- und Anti-Hunger-Programm gilt seit 2003.
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Starker Einfluss deutscher Einwanderer in Blumenau
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Ethnien
Ursprünglich
vier Bevölkerungsgruppen bilden die
brasilianische Bevölkerung. Sie sind heute jedoch so umfassend
vermischt, dass
eine klare Zuordnung oft nicht mehr möglich ist.
Diese Gruppen sind:
* die Portugiesen, die ursprünglichen Kolonialisten
* die Afrikaner, die als Sklaven nach Brasilien verschleppt wurden
* verschiedene Immigrantengruppen, hauptsächlich aus Europa
(Italiener,
Deutsche, Spanier), dem Nahen Osten und Asien, die sich seit Mitte des
19.
Jahrhunderts in Brasilien angesiedelt haben. Seit 1818 sind
über 300.000 Deutsche
eingewandert (siehe auch Deutschbrasilianer). Eine große
japanische
Bevölkerungsgruppe lebt in Brasilien, außerdem viele
Polen, vorwiegend in
Paraná.
* einheimische Volksgruppen der Tupi- und Guarani-Sprachfamilien (200
ethnische
Gruppen mit insgesamt etwa 500.000 Mitgliedern). Etwa 10 % der
Fläche
Brasiliens ist für Indianer reserviert.
Etwa die Hälfte der brasilianischen Bevölkerung hat
einen nicht unerheblichen
Anteil afrikanischer Vorfahren, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert als
afrikanische Sklaven in das Land gebracht wurden. Die Schwarzen haben
sich
jedoch im Laufe der Zeit stark mit der
europäischstämmigen Bevölkerung
vermischt.
Nach einer Erhebung des IBGE im Jahre 2005 bezeichnen sich rund 49,9 %
der
Brasilianer selbst als Weiße, 43,2 als Mischlinge (pardo) und
6,3 % als
Schwarze, 0,7 % als Gelbe oder Indigene. Der größte
Teil der
afrobrasilianischen Bevölkerung lebt im Nordosten.













