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Brasilien
ist das einzige portugiesischsprachige Land Amerikas. Das
brasilianische
Portugiesisch hat einen eigenen Charakter. Es unterscheidet sich in der
Aussprache und durch eine leicht abgewandelte Orthografie und Grammatik
von der
europäischen Variante. Das (brasilianische) Portugiesisch ist
alleinige
Amtssprache und für mindestens 97 % der Bevölkerung
Muttersprache. Die
Indianersprachen werden nur noch von etwa 0,1 % der
Bevölkerung gesprochen,
dazu zählen Guaraní, Makú, Tupi und
Gês, wobei die letzten beiden vorrangig im
Amazonasgebiet verbreitet sind, wo der Einfluss der Europäer
gering blieb. In
den Küstengegenden sind die Indianersprachen praktisch
vollständig verdrängt
worden. Guaraní hatte zu Kolonialzeiten eine
größere Bedeutung und ist nur
knapp daran gescheitert, Amtssprache des Landes zu werden. Insgesamt
werden in
Brasilien 188 verschiedene Sprachen und Idiome gesprochen.
Abbildung: Yndio do Brasil (Der Indio Brasiliens) -
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Aufgrund
der Einwanderung gibt es in Brasilien zahlreiche
Minderheitensprachen. Etwa 1,5 Millionen Brasilianer sprechen Deutsch
als
Muttersprache, 500.000 Italienisch, 380.000 Japanisch und 37.000
Koreanisch.
Dabei muss berücksichtigt werden, dass bei den
Sprachminderheiten die Zahl der
Sprecher sehr optimistisch berechnet ist. Diese Volksgruppen
gehörten teilweise
zu den ersten Siedlern und ihre Nachfahren verstehen fast nur noch
Portugiesisch. In den Ortschaften, die als Zentren für
Einwanderer galten,
entstanden oftmals brasilianische Dialekte der Einwanderersprache.
Beispiele
sind Talian, brasilianisches Italienisch, oder das Riograndenser
Hunsrückisch.
Bis ins 20. Jahrhundert hinein gab es (besonders im Süden)
ganze Gemeinden, in
denen ausschließlich Deutsch oder Italienisch gesprochen
wurde, da insbesondere
die deutschen Auswanderer und deren Nachfahren über eine gute
Infrastruktur aus
Schulen, Vereinen u.ä. verfügten und zumeist in
relativ geschlossenen Kolonien
lebten. Als während des autoritären Regimes des
Estado Novo (1937–1945) eine
Nationalisierungskampagne durchgeführt wurde, geriet die
deutsche Gemeinschaft
zunehmend unter Druck, da der Staat den Assimilierungsprozess
forcierte. Der
Eintritt Brasiliens in den Zweiten Weltkrieg bot den entsprechenden
Anlass, um
die Sprachen der Feindstaaten zu verbieten und deutsche und
italienische
Schulen zu schließen, woraufhin das Portugiesische auch in
diesen Ortschaften
Einzug hielt.
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